Mittwoch, 13. Februar 2013

Colca Canyon und Fahrt nach Arequipa

Die Nacht habe ich fast zuhinterst im Colca Canyon im Dorf Cobanaconde in einem einfachen aber schönen Hotel, mit netten Angestellten verbracht. Es war auf meiner Tour bis jetzt die kälteste Nacht und ich habe die vier Wolldecken, die mir zur Verfügung standen wirklich benötigt. Einer der Atraktionen dieses Canyons ist der "Cruz del Cóndor". Hier sollte man, mit ein bisschen Glück, von 07.00 - 09.00 Uhr am Morgen diesen Andenkondor zu Gesicht bekommen. Diese Vögel nisten nämlich in den schroffen Felsvorsprüngen. Nun, ich und ein Grüppchen Deutscher Tramper haben ab 07.15 bis fast um 10.00 Uhr gewartet, aber diese Condore wollten sich nicht blicken lassen. Um 10.00 Uhr waren sicher 250 Personen dort am warten. Ich hab mich entschieden, das schöne Tal mit seinen typischen Anbauterassen noch ein bisschen abzufahren und natürlich zu fotografieren. Ich war noch kein Kilometer vom Cruz del Condor weg, was sehe ich am Himmel: Condore. Schnell anhalten und fotografieren; aber das ist gar nicht so leicht. Sie fliegen hoch oben und sind recht schnell. Das Tal hat auch ein paar ursprünglich Dörfchen und wahnsinnige Ausblicke auf den Río Colca:























Als ich wieder zuvorderst im Canyon in Chivay war, hab ich mich kurz verpflegt und entschieden noch nach Arequipa zu fahren. Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Strasse so hoch hinauf geht und es war sogar Rekord für mich. Als das GPS 4'881 Meter angezeigt hatte, war ich dann endlich oben. Kalt wars auch geworden und ich habe mir dort von der Strassenverkäuferin gleich einen Alpaca (Lama) Pullover gekauft. Danach gings lange über ein Altiplano (Hochebene) auf ca. 4'500 Meter, bis es dann nach Arequipa runter ging (ca. 2400 Meter über Meer). Hier kann ich mich endliche wiedermal aufwärmen!














Ich werde nun zwei Nächte hier in Arequipa verbringen, mich etwas ausruhen und natürlich auch die Stadt besichtigen. 

Hier noch ein kurzer Zwischenstand, was mich, mein Motorrad und meine Ausrüstung betrifft und an was ich zur Zeit alles noch arbeite:
  • Mir geht es sehr gut und ich bin Total begeistert von Peru als Motorrad-Land. Schade dass ich Peru schon in einigen Tagen verlassen werde. 
  • Das Motorrad, das ja anfänglich Probleme machte mit der Kühlung und in Medellin und Quito in Reparatur war, läuft sehr gut und macht keine Probleme
  • Im Colca Canyon wollte mein rechter Rückspiegel nicht mehr mitmachen mit all den Löchern und schlechten Strassen und ist kurzerhand abgebrochen
  • Der Hinterradschutz ist schon in Kolumbien abgebrochen; er war aber schon länger angebrochen.
  • Als ich in Ecuador das zweite mal über einen Pass von über 4000 Meter fuhr, ist die Griffheizung links ausgefallen. Die BMW-Garage in Quito berichtete mir, dass da nichts zu machen sei.
  • Meine Swatch Armbanduhr wollte die Rüttlerei auch nicht mehr ertragen und läuft nicht mehr genau
  • Mein Kettenspray (und der von Ueli) geht langsam zur neige und ich konnte noch keinen Neuen organisieren.
  • Meine Lesebrille ist mir an den Boden gefallen und ich bin leider drauf gestanden. Ist leider nichts mehr zu machen, kann aber warten bis ich wieder in Costa Rica bin.
  • Einer der Reissverschlüsse an meinen Motrradhosen funktioniert nicht mehr.
  • Das GPS hat ein Problem mit der Halterung, welche auch den Stromkontakt macht. Vielfach gibt es mir an, dass es keine Stromquelle mehr hat und schaltet dann ab.
  • Für Bolivien fehlt mir immer noch die GPS Map; bin im Moment dran eine zu organisieren, was gar nicht so leicht ist.
  • Habe bereits begonnen mit Valparaiso kontakt aufzunehmen, bezüglich des Rücktransports des Motorrades nach Costa Rica.
  • Ich bin mir noch nicht sicher, ob mein Hinterreifen die Fahrt bis Chile durchsteht. Ich werde das nochmals in La Paz analysieren.
  • In La Paz steht auch ein Service an. Ich hoffe dass ich Filter und Oel dort ohne Probleme organisieren kann.


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